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Ist das Mobiltelephon gefährlich?

Allergologie in der Vertragsarztpraxis vor dem Aus

 

Ein Presseservice Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V Hittorfstraße 7 * 53129 Bonn

 

Ein Vertragsarzt hat für allergologische Diagnostik und Therapie je nach Bundesland und Arztgruppe zwischen 1 und 2 Euro pro Monat zur Verfügung. Damit ist eine qualifizierte allergologische Patientenversorgung nicht mehr möglich. Ein als Allergologe und HNO-Arzt tätiger Vertragsarzt in Westfalen-Lippe erhält beispielsweise im 2. Quartal 2009 für jeden Patienten im Monat 8,16 Euro für Regelleistungen (Regelleistungsvolumen). Darin sind alle HNO-ärztlichen Leistungen und alle zusätzlichen Leistungen im Bereich der allergologischen Diagnostik und Therapie enthalten. Der Grundkomplex fürjedes Krankenkassenmitglied/Familienmitglied im Alter zwischen 6 und 60 Jahre beträgt 6,53 Euro. Somit bleiben für die speziellen Leistungen der Allergologie nur ca. 1,63 Euro übrig. Dazu kommt, dass die Preise für die allergologischen Leistungen im EBM nicht kostendeckend kalkuliert sind. Bei einem Punktwert von 3,5 Cent sind diese personalintensiven Leistungen von vornherein unwirtschaftlich. Als Folge verabschieden sich die Vertragsärzte derzeit in großer Zahl von der allergologischen Diagnostik und Therapie. Sie bieten keine betriebswirtschaftlich aufwändigen Testungen mehr an und beginnen keine subkutane Hyposensibilisierungsbehandlung (spezifische Immuntherapie) bei neuen Patienten. Stattdessen werden für die Krankenkassen wesentlich teurere Behandlungsformen (Sublingualpräparate) rezeptiert, die der Patient zu Hause anwendet. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) verfolgt diese Entwicklung mit Sorge, da sie nicht nur der Allergologie mittelfristig schadet, sondern vor allem auch akut betroffenen Allergikern nicht hilft. Einen Ausweg können die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Krankenkassenvertreter im Bewertungsausschuss bieten: Die allergologischen Leistungen müssen extrabudgetär außerhalb des Regelleistungsvolumens bezahlt werden. Außerdem müssen die Preise im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) auf ein betriebswirtschaftlich errechnetes Niveau angehoben werden. Nur so können allergologisch tätige Fachärzte die spezielle allergologische Diagnostik und Therapie auf einem flächendeckend qualifizierten Niveau halten und diese Leistungen weiter erbringen.

 

Dr. med. Dirk Heinrich, Präsident, Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V. Professor Dr. med. Ludger Klimek, Vorstandsmitglied, Ärzteverband Deutscher Allergologen

 

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Prof.L.Klimek

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